Travel information Bosnia and Herzegovina for motorcycle tours

Bergpässe, osmanisches Erbe und Rechtsverkehr am Rand der EU – alles Wichtige für deine Motorradreise durch Bosnien-Herzegowina.

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Visa, entry, season or route – in the live chat we usually reply within 3 minutes.

The essentials on Bosnia and Herzegovina at a glance

Updated: September 2026

Visa
Für deutsche Staatsangehörige visumfrei bis 90 Tage je 180 Tage (touristisch)
Passport
Gültig für die gesamte Aufenthaltsdauer, Personalausweis reicht ebenfalls
Best season
Mai bis September (Bergpässe schneefrei)
Currency
Konvertible Mark (BAM/KM), fest an Euro gekoppelt (1 EUR = 1,95583 KM)
Time zone
MEZ/MESZ (UTC+1/+2) – wie Deutschland
Traffic
Rechtsverkehr
Helmet & gear
Helmpflicht für Fahrer und Sozius
Main route
M17/M5 Sarajevo–Mostar, gut ausgebaut; Bergstraßen schmal und kurvig
Fuel
Eurosuper 95/98 und Diesel an den meisten Tankstellen verfügbar
Intl. driving permit
Für EU-Führerschein nicht zwingend, aber empfohlen

Entry

Visum & Einreisebestimmungen

Bosnien-Herzegowina ist kein EU-Mitglied, aber für deutsche Staatsangehörige unkompliziert: kein Visum nötig, Personalausweis reicht.

Wer aus Deutschland nach Bosnien-Herzegowina reist, profitiert von einer der unkompliziertesten Einreiseregelungen auf dem Balkan: Es gibt keine Visumspflicht für touristische Zwecke, und die erlaubte Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage pro 180-Tage-Zeitraum. Anders als in vielen Ländern außerhalb Europas genügt sogar der Personalausweis zur Einreise, ein Reisepass ist nicht zwingend erforderlich. Eine bestimmte Mindestgültigkeit des Dokuments über das Reisedatum hinaus wird von den bosnischen Behörden nicht gefordert. Grenzbeamte fragen mitunter nach dem Reisezweck oder einer Unterkunftsadresse, in der Praxis verläuft die Einreise aber meist zügig. Bosnien-Herzegowina ist kein EU- und kein Schengen-Mitglied, wodurch an den Grenzübergängen – etwa von Kroatien kommend – reguläre Grenzkontrollen stattfinden, allerdings ohne Visaformalitäten. Für längere Aufenthalte über 90 Tage hinaus wäre eine Anmeldung bei der Ausländerbehörde nötig, was für die übliche Dauer einer Motorradreise keine Rolle spielt.

Touristische Einreise (visumfrei)

Stay
bis 90 Tage / 180 Tage
Cost
kostenlos
Where to apply
Grenzübergang
Validity
Reisepass oder Personalausweis, gültig für die Aufenthaltsdauer

Einreise mit eigenem Motorrad

Stay
wie touristischer Aufenthalt
Cost
kostenlos (keine Zollgebühr)
Where to apply
Grenzübergang
Validity
Grüne Karte + Fahrzeugschein erforderlich

Aufenthalt über 90 Tage

Stay
individuell
Cost
variabel
Where to apply
Ausländerbehörde (Sektor za strance)
Validity
nur in Ausnahmefällen relevant

Your own bike

Einreise mit eigenem Motorrad

Mit dem eigenen Motorrad nach Bosnien-Herzegowina: Grüne Karte, Fahrzeugpapiere und ein Blick auf die Grenzformalitäten außerhalb der EU.

Motorradfahrer, die mit eigenem Fahrzeug unterwegs sind, brauchen für Bosnien-Herzegowina kein Carnet de Passage, wie es etwa für Fernreisen außerhalb Europas üblich ist. Entscheidend ist stattdessen die Grüne Karte: Da das Land weder EU- noch Teil des harmonisierten europäischen Versicherungsraums ist, ersetzt sie die im Inland automatisch geltende Kfz-Haftpflicht. Vor Abfahrt beim eigenen Versicherer nachfragen, ob Bosnien-Herzegowina explizit auf der Karte aufgeführt ist – in älteren oder eingeschränkten Policen fehlt das Land mitunter. Im Gepäck sollten außerdem die Original-Zulassungsbescheinigung Teil I und der Führerschein sein. Ein Internationaler Führerschein (IDP) ist bei einem EU-Führerschein keine Pflicht, kann an Kontrollen mit lokalen Polizeikräften aber für schnellere Verständigung sorgen, da er mehrsprachig ist. Grenzübertritte verlaufen für Privatfahrzeuge meist unkompliziert: Eine kurze Sichtkontrolle des Fahrzeugs sowie der Papiere reicht aus, spezielle Zollpapiere für das Motorrad selbst sind nicht nötig. Bei organisierten Gruppentouren, bei denen die Maschinen per Begleitfahrzeug transportiert werden, gelten für den Lkw eigene, meist vom Veranstalter organisierte Zollabläufe.

Checklist for the border

  • Reisepass oder Personalausweis (Original)
  • Fahrzeugschein / Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Grüne Karte mit ausdrücklicher Gültigkeit für Bosnien-Herzegowina (BIH)
  • Gültiger Führerschein
  • Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport
  • Warndreieck und Warnweste im Motorrad (gesetzlich vorgeschrieben)

Tipp: Grüne Karte unbedingt vor Abfahrt schriftlich bestätigen lassen, dass Bosnien-Herzegowina (BIH) mit eingeschlossen ist – an der Grenze ist dafür meist keine Zeit mehr.

Documents

Führerschein & Fahrerlaubnis

EU-Führerschein reicht aus, ein Internationaler Führerschein ist sinnvoll, aber nicht Pflicht.

Ein deutscher bzw. EU-Führerschein wird in Bosnien-Herzegowina ohne Zusatzdokumente anerkannt, sofern die Führerscheinklasse zum Hubraum des Motorrads passt (A1, A2 oder A). Zwingend vorgeschrieben ist ein Internationaler Führerschein nicht, in der Praxis erleichtert er aber die Kommunikation bei Polizeikontrollen abseits der Touristenrouten, da er die Führerscheindaten auch in gängigen Fremdsprachen aufführt – er ersetzt den nationalen Führerschein dabei nie, sondern ergänzt ihn lediglich. Altersgrenzen für die jeweiligen Motorradklassen folgen den europäischen Standardregelungen. Bei Kontrollen sollten Führerschein und Fahrzeugschein stets im Original mitgeführt werden; digitale Kopien auf dem Smartphone werden von der Verkehrspolizei nicht überall akzeptiert.
  • Gültiger EU-Kartenführerschein Klasse A1/A2/A je nach Motorrad
  • Internationaler Führerschein empfohlen, nicht verpflichtend
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) im Original
  • Mindestalter richtet sich nach EU-Führerscheinklasse
  • Führerschein und Papiere nur im Original vorzeigen

Season

Beste Reisezeit für Bosnien-Herzegowina

Mai bis September: Dann sind auch die höchsten Bergpässe schneefrei und die Schotterpisten trocken.

Best season: Mai bis September

Rideability by month and region
Region Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec
Dinarisches Bergland / Zentralbosnien Jan: Not rideable Feb: Not rideable Mar: Rideable, with limits Apr: Rideable, with limits May: Best riding window Jun: Best riding window Jul: Best riding window Aug: Best riding window Sep: Best riding window Oct: Rideable, with limits Nov: Not rideable Dec: Not rideable
Herzegowina / Süden Jan: Rideable, with limits Feb: Rideable, with limits Mar: Best riding window Apr: Best riding window May: Best riding window Jun: Best riding window Jul: Best riding window Aug: Best riding window Sep: Best riding window Oct: Best riding window Nov: Rideable, with limits Dec: Rideable, with limits
Save-Tal / Norden Jan: Rideable, with limits Feb: Rideable, with limits Mar: Best riding window Apr: Best riding window May: Best riding window Jun: Best riding window Jul: Best riding window Aug: Best riding window Sep: Best riding window Oct: Best riding window Nov: Rideable, with limits Dec: Rideable, with limits
  • Best riding window
  • Rideable, with limits
  • Not rideable
Wer Bosnien-Herzegowina auf zwei Rädern erkunden möchte, plant am besten zwischen Mai und September. Erst dann sind die entscheidenden Bergpässe des Landes – etwa rund um Bjelašnica und Igman oder auf der Vlašić-Hochebene – zuverlässig frei von Schnee und Eis, und auch die berühmte, teils grobe Schotterpiste hinauf zum Bergdorf Lukomir lässt sich ohne größeres Risiko befahren. In den Wintermonaten, grob von November bis April, sind viele dieser Höhenlagen wetterbedingt gesperrt oder nur mit Winterausrüstung sicher zu befahren. Anders sieht es in tieferen Lagen aus: Die Region um Mostar im Neretva-Tal profitiert von einem milderen, fast mediterranen Klima und ist praktisch das ganze Jahr über touren-tauglich, ebenso das Una-Tal im Nordwesten. Allerdings wird es dort im Hochsommer sehr heiß, was lange Tagesetappen anstrengend machen kann. Für alle, die gezielt die Hochgebirgsstraßen fahren wollen, ist der Kern der Saison zwischen Juni und September die verlässlichste Wahl.
Matching departures in Bosnia and Herzegovina The best window is Mai bis September. See the tours that start within it. Tours in Europe

Roads & tracks

Straßen, Pisten und Passstraßen

Von gut ausgebauten Fernstraßen im Tal bis zu Schotterpisten am Bergdorf Lukomir – die Straßenqualität variiert stark mit der Höhe.

Wer durch Bosnien-Herzegowina fährt, erlebt eine große Bandbreite an Straßenqualität. Die überregionalen Verbindungen wie die M17 zwischen Sarajevo und Mostar oder die M5 sind gut ausgebaut und meist in ordentlichem Zustand, wenngleich frostbedingte Schlaglöcher nach dem Winter vorkommen. Sobald man jedoch in die Bergregionen abbiegt – etwa Richtung Lukomir oder auf die Hochebene von Vlašić – wird aus Asphalt schnell grober, loser Schotter, der bei Nässe erheblich an Grip verliert. Die kurvenreichen Passstraßen um Bjelašnica und Igman, bekannt aus den Olympischen Winterspielen 1984, sind zwar asphaltiert, aber eng und ohne durchgehende Leitplanken. Deutlich entspannter geht es im Neretva-Tal bei Mostar/Konjic sowie entlang der Una bei Bihać zu: breite, gut erhaltene Straßen mit wenig Verkehr. Tankstellen sind auf den Hauptachsen alle 20 bis 40 km zu finden, in entlegenen Berglagen aber deutlich seltener. Ein Sicherheitshinweis abseits der Fahrbahn: In früheren Kriegsgebieten (1992–95) liegen bis heute vereinzelt Minen; solange man auf Straßen und markierten Wegen bleibt, besteht keine Gefahr, unmarkiertes Gelände oder Ruinen sollte man dagegen grundsätzlich meiden.

Sarajevo – Bjelašnica – Lukomir

60 km

70 % Paved · 30 % Gravel

Condition
Kurvige Bergstraße, letzte Kilometer zum höchstgelegenen Dorf des Landes als grobe Schotterpiste
After rain
Schotterabschnitt wird rutschig und ausgewaschen
Daily distance
80
Fuel
Letzte Tankstelle in Sarajevo, danach keine mehr
Passes & altitude
Bjelašnica-Passhöhe ca. 1600 m, im Winter oft gesperrt
Permits
keine

Mostar – Neretva-Tal – Konjic

90 km

95 % Paved · 5 % Gravel

Condition
Breite, gut ausgebaute Straße entlang des türkisfarbenen Flusses
After rain
Vereinzelt Steinschlag in engen Schluchtenabschnitten
Daily distance
130
Fuel
Tankstellen etwa alle 25 km
Passes & altitude
keine nennenswerten Pässe
Permits
keine

Vlašić-Hochebene

45 km

55 % Paved · 45 % Gravel

Condition
Offene Almlandschaft, Zufahrtswege teils grob geschottert
After rain
Schlammige Passagen auf den unbefestigten Almwegen
Daily distance
70
Fuel
Letzte Tankstelle in Travnik
Passes & altitude
Passhöhe ca. 1600 m, bis Mai noch Schneereste möglich
Permits
keine

Una-Tal bei Bihać

55 km

90 % Paved · 10 % Gravel

Condition
Flussbegleitende, gut asphaltierte Straße mit wenig Verkehr
After rain
Unkritisch, gelegentlich nasses Laub im Herbst
Daily distance
100
Fuel
Ausreichend Tankstellen in und um Bihać
Passes & altitude
keine
Permits
keine

Fuel

Kraftstoff & Tankstellen

Bleifreies Super und Diesel sind flächendeckend verfügbar, in abgelegenen Bergregionen aber mit größeren Tankstellenabständen.

An den großen Tankstellenmarken wie INA, Petrol, Hifa oder Nestro bekommt man in Bosnien-Herzegowina zuverlässig bleifreies Super (95 und 98 Oktan) sowie Diesel in gewohnter westeuropäischer Qualität. Entlang der wichtigsten Verbindungsstraßen ist die Versorgung dicht, alle 20 bis 40 Kilometer taucht eine Tankstelle auf. Anders sieht es in entlegeneren Höhenlagen aus, etwa auf der Vlašić-Hochebene oder der Route zum Bergdorf Lukomir: Dort dünnt sich das Netz spürbar aus, weshalb ein voller Tank vor der Auffahrt Pflicht ist. Wer mit Autogas (LPG) unterwegs ist, findet zumindest in Zentralbosnien eine brauchbare, wenn auch nicht überall verfügbare Infrastruktur. Praktischer Tipp: An kleineren, unabhängigen Landtankstellen wird Bargeld in Konvertibler Mark häufig bevorzugt oder ist die einzige akzeptierte Zahlungsart.

Eurosuper 95

Verfügbarkeit
Flächendeckend
Hinweis
Alle größeren Tankstellenketten

Super Plus 98

Verfügbarkeit
Städte und Hauptrouten
Hinweis
Nicht an jeder Landtankstelle

Diesel

Verfügbarkeit
Flächendeckend
Hinweis
Auch in ländlichen Gebieten gut verfügbar

Autogas (LPG)

Verfügbarkeit
Regional (v.a. Zentralbosnien)
Hinweis
Vorab Verfügbarkeit auf der Route prüfen

Safety

Sicherheit unterwegs

Bosnien-Herzegowina gilt als sicheres Reiseland – die wichtigste Regel abseits der Straße: auf markierten Wegen bleiben.

Sicherheitstechnisch ist Bosnien-Herzegowina ein unauffälliges, ruhiges Reiseland: Die Kriminalität gegenüber Reisenden ist gering, Konflikte oder politische Spannungen wirken sich auf den Tourismus praktisch nicht aus. Der zentrale Punkt, den jeder Motorradfahrer kennen sollte, betrifft nicht den Straßenverkehr, sondern das, was neben der Straße liegt: In Teilen des Landes, vor allem in früheren Frontabschnitten des Kriegs von 1992 bis 1995 rund um Sarajevo, Mostar oder entlang der ehemaligen Konfliktlinien, sind noch Minenfelder und Blindgänger dokumentiert. Wer ausschließlich auf befestigten Straßen und offiziell markierten Wanderwegen bleibt, geht keinerlei Risiko ein – gefährlich wird es nur, wenn man abseits davon durch Wiesen, verlassene Häuser oder gesperrtes Gelände streift. Aktuelle Karten dazu führt die nationale Minenräumbehörde BHMAC. Im normalen Straßenverkehr sind vor allem enge, unbeleuchtete Bergstraßen ohne Leitplanken sowie mittig fahrende Traktoren oder Lkw eine Herausforderung, und außerhalb der Ortschaften ist bei Dunkelheit mit Weidetieren auf der Fahrbahn zu rechnen.

Emergency numbers

Health

Gesundheit & Impfungen

Keine Pflichtimpfungen, aber Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist unverzichtbar, da BiH kein EU-Land ist.

Verpflichtende Impfungen gibt es für die Einreise nach Bosnien-Herzegowina nicht, ein vollständiger Standardimpfschutz gemäß den üblichen STIKO-Empfehlungen ist trotzdem sinnvoll. Wichtig zu wissen: Weil das Land nicht zur EU gehört, greift die Europäische Krankenversicherungskarte nicht – ohne eigenständige Reisekrankenversicherung mit Rücktransportleistung sollte niemand losfahren. In den bewaldeten Hügel- und Bergregionen sind Zecken verbreitet, entsprechender Schutz und ein Zeckenentferner sollten mitgeführt werden. Trinkwasser aus der Leitung ist in den größeren Städten problemlos genießbar, auf dem Land greift man besser zu abgefülltem Wasser. Während die Apothekendichte in Sarajevo, Mostar oder Banja Luka gut ist, wird das Netz in ländlichen Regionen deutlich lückenhafter.
  • Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport (EHIC gilt nicht, BiH ist kein EU-Land)
  • Standardimpfschutz nach STIKO auffrischen
  • Zeckenschutzmittel und Zeckenzange für Wald-/Bergregionen
  • Eigene Reiseapotheke, da Apotheken ländlich rar sind
  • Flaschenwasser in abgelegenen Gebieten bevorzugen
  • Sonnenschutz für Höhenlagen und Sommerhitze in der Herzegowina

Notaufnahmen in Sarajevo und Mostar entsprechen europäischem Standard, in ländlichen Regionen ist die medizinische Versorgung einfacher – bei ernsten Verletzungen frühzeitig Rücktransport über die Versicherung klären.

Money

Geld & Bezahlen vor Ort

Konvertible Mark (KM) ist Landeswährung, fest an den Euro gekoppelt – Bargeld bleibt außerhalb der Städte wichtig.

Die bosnische Währung, die Konvertible Mark (KM), ist fix an den Euro gebunden (1 EUR entspricht etwa 1,95583 KM), was die Umrechnung im Kopf einfach macht. Kartenzahlung funktioniert zuverlässig in Sarajevo, Mostar und an größeren Tankstellenketten, verliert an Verlässlichkeit aber, sobald man in kleinere Orte oder auf dem Land unterwegs ist. Geldautomaten finden sich in jeder größeren Stadt, wobei Fremdwährungsgebühren je nach Hausbank variieren. Zwar nehmen manche Händler informell auch Euro-Scheine an, gesetzliches Zahlungsmittel bleibt aber ausschließlich die Konvertible Mark.

Bargeld (KM)

Akzeptanz
Überall
Hinweis
Besonders ländlich unverzichtbar

Kredit-/Debitkarte

Akzeptanz
Städte, größere Tankstellen
Hinweis
Auf dem Land oft nicht möglich

Geldautomaten

Akzeptanz
Alle größeren Orte
Hinweis
Gebühren der Heimatbank beachten

Euro (informell)

Akzeptanz
Vereinzelt
Hinweis
Kein offizielles Zahlungsmittel

On the road

Konnektivität & Mobilfunk

Gutes Mobilfunknetz entlang der Hauptstraßen, EU-Roaming gilt nicht – eine lokale Prepaid-SIM lohnt sich.

Wer auf Netzabdeckung angewiesen ist, kommt entlang der bosnischen Hauptstraßen und in den Städten mit den großen Anbietern BH Telecom, m:tel oder HT Eronet gut zurecht, während abgelegene Höhenlagen wie die Zufahrt nach Lukomir oder die Vlašić-Hochebene häufig ganz ohne Empfang auskommen müssen. Ein wichtiger Unterschied zu Reisen innerhalb der EU: Die EU-Roaming-Regelung greift in Bosnien-Herzegowina nicht, wodurch deutsche Handyverträge hier oft empfindliche Zusatzkosten verursachen. Deutlich günstiger ist eine lokale Prepaid-SIM-Karte, erhältlich in Kiosken oder Fachgeschäften in jeder größeren Stadt. Für die netzfreien Bergabschnitte empfiehlt sich trotzdem, Kartenmaterial vorab offline herunterzuladen.

On the ground

Land, Leute & Kultur

Osmanisches Erbe, orthodoxe und katholische Kirchen dicht beieinander und eine tief verwurzelte Kaffeekultur prägen Bosnien-Herzegowina.

Kaum ein Land auf so kleinem Raum vereint so viele kulturelle Schichten wie Bosnien-Herzegowina: Die osmanische Bazarstadt Baščaršija in Sarajevo, die weltberühmte Brücke von Mostar und orthodoxe wie katholische Sakralbauten liegen oft nur wenige Kilometer auseinander, ergänzt durch die Architektur der jugoslawischen Ära. Das Land ist Heimat von Bosniaken, Kroaten und Serben, deren unterschiedliche Sprachen, Religionen und Traditionen den Alltag mitprägen. Besonders auffällig für Reisende ist die ausgeprägte Gastfreundschaft – eine Tasse bosnischen Kaffees abzulehnen, wenn sie einem angeboten wird, gilt als unhöflich. Beim Besuch religiöser Stätten, vor allem auf dem Land, empfiehlt sich zurückhaltende Kleidung. Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, sollte sich Pausen an kleinen Dorfläden, malerischen Flussrastplätzen und traditionellen Ćevapi-Grills nicht entgehen lassen.

Packing list

Packliste – Bosnien-Extras

Diese Ausrüstung ergänzt die Standard-Packliste speziell für eine Motorradtour durch Bosnien-Herzegowina.

  • Grüne Karte mit ausdrücklicher Gültigkeit für Bosnien-Herzegowina
  • Bargeld in Konvertible Mark für ländliche Tankstellen und Imbisse
  • Reserve-Kraftstoffkanister für abgelegene Bergstrecken (Vlašić, Lukomir)
  • Warme Schichten auch im Sommer für Passhöhen über 1500 m
  • Zeckenschutzmittel und Zeckenzange für Waldabschnitte
  • Offline-Kartenmaterial für Gebiete ohne Mobilfunknetz
  • Pistentaugliche Reifen für die Schotterabschnitte nach Lukomir und auf dem Vlašić
  • Wissen um markierte Routen – wegen Landminen-Resten nie abseits befestigter Wege fahren

Frequently asked questions about Bosnia and Herzegovina

Ist für die Einreise nach Bosnien-Herzegowina ein Visum erforderlich?
Für deutsche Reisende nicht: Ein touristischer Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen ist visumfrei, die Einreise ist sogar allein mit Personalausweis möglich.
Was muss ich für die Einfuhr meines eigenen Motorrads regeln?
Wichtig sind die Grüne Karte für die Auslandshaftpflicht, die Original-Zulassungsbescheinigung und der Führerschein – ein Zollpapier wie das Carnet de Passage entfällt für private Fahrzeuge.
Ist die Minengefahr aus dem Bosnienkrieg heute noch relevant?
Ja, in einzelnen früheren Konfliktgebieten liegen noch nicht geräumte Minen. Wer auf befahrenen Straßen und ausgewiesenen Wegen bleibt, ist davon nicht betroffen; abseits davon sollte man auf keinen Fall herumlaufen oder fahren.
An wen wende ich mich im Notfall vor Ort?
Die örtliche Polizei erreicht man unter 122, die Feuerwehr unter 123 und den Rettungsdienst unter 124.
Bekomme ich überall passenden Kraftstoff für mein Motorrad?
An den größeren Tankstellenketten des Landes stehen bleifreies Super 95 und 98 sowie Diesel zuverlässig zur Verfügung, nur in entlegenen Bergregionen wird das Netz dünner.
Reicht mein deutscher Führerschein aus oder brauche ich zusätzliche Dokumente?
Der reguläre EU-Führerschein genügt rechtlich, ein internationaler Führerschein erleichtert aber die Verständigung bei Kontrollen und wird empfohlen.
In welchem Zeitraum sind die Passstraßen im bosnischen Bergland frei von Schnee?
Von Mai bis September ist auf Höhenlagen wie Bjelašnica oder der Vlašić-Hochebene mit schneefreien Straßen zu rechnen.
Wie sollte ich mein Bargeld für die Reise planen?
In größeren Städten funktioniert Kartenzahlung gut, für ländliche Gegenden, kleine Tankstellen und Imbisse sollte aber ausreichend Bargeld in Konvertibler Mark eingeplant werden.

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